Club Suizo Costa Blanca

                                       

Singgruppe*

0598

(* eine befreundete Gruppe)

Wir treffen uns jeden Mittwoch 17.00 Uhr bei Ruth & Pius,
Calle Fernando Botero 4, Jávea

Info: Pius Fleischer + Ruth Hablützel, Tel. 965 770 715

 

Konzerte:




Daten und Auftrittsorte:


Reisen:


 

 

 

 

 Chorreise nach Holland vom 14. bis 21. Mai 2014

In der Ankunftshalle des Amsterdamer Flughafens Schiphol wurden wir von unserem Busfahrer, der uns die ganze Woche begleiten sollte, empfangen. Als Dankeschön san- gen wir ihm ein Lied. Nach einem kurzen Fussmarsch mit Sack und Pack erreichten wir den Bus. Nach einer interessanten Fahrt von etwas mehr als einer Stunde ca. 15.30 Uhr, erreichten wir unser Hotel Maritime in Rotterdam. Das unmittelbar an der Maas gelegene frühere Schifferhaus wurde im Laufe der Zeit modernisiert und umgebaut. Wir bezogen unsere reservierten Zimmer um uns gemütlich einzurichten. Mit einem gemeinsamen Essen, gemütlichem Zusammensein und Singen verbrachten wir den er- sten Abend.

Am nächsten Morgen kurz nach dem Frühstück stand der Bus schon wieder zur Ab- fahrt bereit und genau zur vorgegebenen Zeit 09.00 Uhr starteten wir in nördlicher Richtung. Unser Ziel war der Keukenhof. Diese Blumenschau ist den meisten Menschen bekannt wegen der Tulpenpracht. Seit mehr als 65 Jahren wird dieser Garten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Jahre 1949 wurde auf Anregung einer Gruppe Blumenzüchter auf diesem Gelände eine Frühlings Blumenschau eingerichtet und nun beliefern mehr als 100 Lieferanten jedes Jahr den Keukenhof mit Tulpen, Narzissen und Hyazinthenzwiebeln. In den verschiedenen Pavillons sind auch Orchideen zu bestaunen.

Nach guten drei Stunden Aufenthalt ging die Reise weiter und so erreichten wir nach einer Stunde abwechslungsreicher Fahrzeit das an der Nordsee gelegene Städtchen Noordwijk aan Zee. Die hohen Dünen und der lange Sandstrand beeindruckten uns und einige liessen es sich nicht nehmen einige Kilometer dem Stand entlang zu marschie- ren. Bis zur Weiterfahrt blieb dann noch genug Zeit um sich in einem der vielen Strandrestaurants zu verpflegen. Durch liebliche Landschaften an grünen Weiden vorbei steuerte unser Fahrer Willem den Bus durch Den Haag, den Parlaments und Regierungssitz von den Niederlanden. Anschliessend kamen wir nach einer weiteren Stunde dann im Hotel an. Die einen gingen gleich in ihre Zimmer und andere bevorzug- ten noch einen Besuch in der Hotelbar. 

Jeden Freitag findet in Alkmar der berühmte Käsemarkt statt. Das wollten wir nicht verpassen und starteten um 08.00 Uhr, weil wir doch mehr als eineinhalb Stunden Fahrtzeit brauchten um die wunderschöne mittelalterliche Stadt zu erreichen.Das Spektakel begann um 09.30 Uhr auf dem Waagplein:

Seit 1593 besteht die Käseträgergilde die in vier Gruppen aufgeteilt ist und jede Gruppe ist an der Farbe ihrer Hüte rot, grün und blau zu erkennen. Über den Gruppen steht der Käsevater der mit einem schwarzen Stock mit silbernem Knauf zu erkennen ist. Die Träger haben die Aufgabe, den jeweils von einem Händler gekauften Leib auf die Waage zu tragen um mit dem Gewichtsbeleg wieder zurück zu bringen. Der grosse runde Käse wird auf einer Art Trage von zwei Träger im Gleichschritt mit leicht trabendem Gang von Ort zu Ort getragen. Der Besuch des Käsemuseums stand auch noch auf dem Programm bevor wir uns dann aufteilten und jeder seinen eigenen Interessen nachgehen konnte. Gegen Abend erreichten wir dann wieder unser Hotel und den Abend konnte selber gestaltet werden.

Am Samstag mussten wir nicht so früh abfahren und das wurde von den meisten Reise- teilnehmer geschätzt. Amsterdam stand auf dem Programm. Auf einer schönen Route brachte uns Willem in die Hauptstadt. In der Nähe des Hauptbahnhofes konn- ten wir den Bus verlassen und zu Fuss den Grachten entlang bummeln. Die einen liessen sich mit dem Tourbus zu den Sehenswürdigkeiten fahren und andere strampelten mit dem Yellow Bike zum Reichsmuseum, vorbei am Anne Frank Haus und entlang den Grachten. Den Nachmittag war wieder zur freien Verfügung und um 17.45 Uhr trafen wir uns wieder am Schiffsteg neben der Amstel-Brauerei. Von da an genossen wir eine einein- halbstündige eindrückliche Grachtenfahrt vorbei an Hausbooten unter niedrigen Brücken bis zum Hafen und zurück. Nach einem gemeinsamen originellen Nachtessen brachte uns der Bus wieder nach Rotterdam.

Da es am Sonntag in Volendam immer feierlich zu und her geht wollten wir die Kirch-gänger in ihren alten Trachten beim Verlassen der Kirche erblicken. Wir schlenderten durch das Städtchen das sehr auf Touristen orientiert ist. So liessen wir uns in einem Fotostudio als Gruppenbild in der Originaltracht Anfangs des letzten Jahrhunderts ablichten. Das Verkleiden war ein Gaudi, bis nur jeder seine passenden Holzschuhe gefunden hatte. Als Dankeschön sangen wir dann in diesem Kostüm das Lied „N’kosi sikelel“ aus Südafrika und stampften mit den Klompen den Takt dazu. Ruth war begeistert von unserem Taktgefühl!

Später waren wir dann in einer Aalräucherei verabredet die alle sehr beeindruckte. Das Probeessen genossen wir besonders, weil wir alle etwas hungrig waren.

Am Nachmittag besuchten wir die Insel Marken per Boot und zurück. Nach einem guten Abendessen bestiegen wir den Bus der uns zurück ins Hotel brachte.

Am Montag reisten wir in Südwestlicher Richtung nach Neelte Jans. Willem unser Fahrer mied lange Autobahnfahrten zu unseren Gunsten sodass wir mehr von der grü- nen Landschaft den lieblichen Dörfern geniessen konnten. Es waren sehr viele Dämme die zum Schutze von Mensch und Tier aufgebaut wurden, zu betrachten. Da die Region Zeeland meistens unter dem Meeresspiegel liegt, wurden aufgrund des Hochwassers 1953 wo 20 000 Ha. Land überflutet wurde und beinahe 20 000 Menschen starben. In den Jahren 1958 bis 1997 wurde die gewaltige Verbauung, die Deltawerke, zum Schutze des Landes bei hohem Wellengang der Nordsee, erstellt. Dieses spektakuläre Bauwerk von gigantischem Ausmass hat uns alle sehr beeindruckt.

Am Dienstag, 20. Mai verbrachten wir den ganzen Tag in Rotterdam wo es auch sehr viel zu sehen gibt. Bekannt ist der grösste Hafen Europas für Umschlag von Rohstof- fen, Kohle und Eisenerz. So genossen wir eine Hafenrundfahrt per Schiff, konnten die grossen Lastschiffe beim Entladen oder Beladen beobachten. Wir fuhren in die riesi- gen Arme und Anlegestellen der Meeresriesen.

Der zweite Teil der Besichtigung der riesigen Hafenanlagen erfolgte dann per Bus wo uns durch einen fachkundigen Führer alle Sehenswürdigkeiten dieser riesigen Hafen- anlage erklärt wurde. Auf der Fahrt zurück über der Erasmusbrücke, eine fast 300 Meter lange Schrägseilbrücke wo ein Teil sogar gehoben werden kann, wenn grosse Schiffe passieren müssen, Richtung Hotel ging diese eindrückliche Besichtigung zu Ende.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Maas konnte man das ehemalige heute stillge- legte Terminal der Holland- Amerikalinie erkennen. Bis Mitte der 70er Jahre bestand ein Liniendienst von Rotterdam nach New York City. Gegründet wurde das Unterneh- men 1871 durch Lodewijk Pioncoffs und Marten Mees. Nun verkehren die grossen Passagierschiffe dieser Rederei auf Kreuzfahrten rund um die Welt.

Wenn man in Rotterdam ist, sollte man doch den 100 Meter hohe Euromast besuchen und die eindrückliche Aussicht geniessen. So versammelten wir uns um 15 Uhr und unser Bus brachte uns zum Turm.

Am diesem Abend, da es der letzte unserer Reise war, wurden wir im Hotel von einer Volkstanzgruppe aus Enschede einer Stadt ganz im Nordosten von Holland, über- rascht. In altmodischen Trachten wurden uns eindrückliche Volkstänze dargeboten. Im zweiten Teil wurden wir aufgefordert, auch mit zu tanzen was schlussendlich zu Lachkrämpfen anregte. Abschliessend haben wir von unserer Stärke als Chor zum Dankeschön für „de Schadenrieders“ einige gut geprobten Stücke zum Besten gegeben. Wir konnten ihnen zwei Lieder in der holländischen Sprache vortragen.

Am Mittwoch stand Kofferpacken auf dem Programm. Um 10 Uhr wurden wir vom Bus abgeholt und nach Amsterdam gefahren wo wir Gelegenheit hatten bis zur Fahrt auf den Flughafen um 15 Uhr, einfach die Stadt nochmals zu geniessen.

Irgendjemand musste mit Petrus einen Vertrag abgeschlossen haben, denn wir hatten von A bis Z fantastisches Wetter. Jeden Tag begleitete uns die Sonne in ihrer voller Pracht!

Wir hatten eine harmonische und wunderschöne Zeit miteinander verbringen dürfen und mussten nie auf jemanden warten und konnten unseren Zeitplan perfekt einhalten.

Zum Abschluss dieses Reiseberichtes möchte ich im Namen aller Mitreisenden unserer Sopransängerin Nardi die uns ihr Heimatland so wunderbar vor Augen geführt hat, ein herzliches Dankeschön aussprechen. Wir waren alle sehr begeistert von dieser Reise.

Unsere Chorleiterin Ruth Hablützel hat auch sehr viel beigetragen am Vorbereiten und Gestalten.

Ruth erstellte im Vorfeld dieser Reise ein Handbüchlein mit allen Angaben und Zeiten dieser Woche was uns allen sehr geholfen hat. Vielen Dank.
PU 

 

 Up ^ 

 END